Willkommen in ihrer Pension & Gaststätte Schmiedeschänke

Ausflug ins Elbs­andsteingebirge, Festung-Königstein, Lilienstein

Von unserer Pension und Gaststätte Schmiedeschänke nach links die Boltenhagener Strasse in Richtung Altklotzsche, wieder links die Flughafenstraße und Hermann-Reichelt-Straße zur Auffahrt auf die A4. Die A4 Richtung Dresden, am Dreieck Dre­sden-West in die A17 Richtung Pirna/Prag/Praha/Dresden-Gorbitz einfädeln, weiter bis zur Ausfahrt Pirna,
Am Kuxberg weiter die B172a Pirna. Von Pirna in Richtung Bad Schandau, über Krietzschw­itz, Struppen-Siedlung bis zum Festungs-Parkplatz  fahren.

Reisezeit: Die günstigste Zeit zum Besuche des Elbsandsteingebirges währt von der letzten Mai- oder ersten Juniwoche an, in welcher die Nadelhölzer alle ihre frischen Triebe entwickelt und die Laubhölzer ihren vollen Blätterschmuck entfalten, bis Mitte September. Auch die letzten September- und die beiden ersten Oktoberwochen bringen regelmäßig eine ununterbrochene Reihe warmer und heiterer Tage, geeignet zu schöen Wanderungen.­
Aber auch der Winter mit herrlicher Schneedecke, phantasieanregenden Schnee- und Rauhfrostbildungen führt an heiteren, kalten Tagen Tausende von Touristen von Dezember bis Ende Februar in die Täler und auf die Höhen des Elbsandsteingebirges, auf den Königstein, Lilienstein, zur Basteibrücke, nach Bad Schandau, Postelwitz, Schmilka u. a. Orte. Ende Dezember, zur Silvesterfeier, und im Januar, zählen die das ganze Jahr hindurch trefflich bewirtschafteten Unterkunftshäuser auf dem Königstein, der Bastei sowie in Bad Schandau oft mehr Besucher als im Juli und August, der Zeit der großen Schulferien.

Königstein (127 m),
Städtchen von 4418 Einwohnern, an der Einmündung der Biela in die Elbe gelegen, gegenüber dem Lilienstein u. überragt von der Felsenfestung Königstein. Der Ort ist Eisenbahn- u. Dampfschiffstation. Bemerkenswert die hübsche Kirche u. der Ring, wie der innere Platz der Stadt genannt wird, das Denkmal des hier geborenen Komponisten Julius Otto (Obelisk mit Brustbild) vor seinem Geburtshause sowie das neue Kriegerdenkmal.
Lebhafter Stein- u. Holzhandel.
Wegen seiner zentralen Lage eignet sich Königstein trefflich als Standquartier. Die Schandauer Ausflüge lassen sich auch bequem von Königstein ausführen, denn Schandau ist mit Eisenbahn in 10 Min. erreichbar.
Gasthöfe: König Alhert-Hotel (P. Stolle), bequeme Lage am Bahnhof, mit Terrasse, Elbaussicht, gut eingerichtet, Z. 1 1/2 - 3 Mark, F. 85 Pf. D. l 3/4 u. 3 Mark, Terrasse; Stadt London, Z. l 1/2 - 2 1/2 Mark, F. 85 Pf., kl. D. v. l 1/4 Mark an, gelobt; Blauer Stern, renoviert, neuer Wirt, 35 Z. v. 1 Mark an, kl. D. 1,50 Mark, empfohlen; Deutsches Haus, mit Garten nach der Elbe, Z. v. 1,25 Mark an, Bäder; Kronprinz, gut, Z. 1 - 2 Mark, P. v. 3,50 Mark an; Stadt Tharandt, Z. 1 u. 1 1/4, Mark, F. 30 - 50 Pf.; Ehrlichs Gasthaus u. Bierhalle, dem Amtsgericht gegenüber, Z. 1 Mark, F. 50 Pf.
Restaurationen: In allen Gasthöfen, außerdem Bahnhofs-Restaurant; Schießhaus; Zur Charlottenburg; Palmschenke. Cafe u. Konditorei von Leschke, am Bahnhof.
Post u. Tel.: Hinter dem Bahnhof.
Wagen: An dem Schiffslandeplatz u. am Bahnhof.
Das Städtchen wird überragt von der imposanten Felsenfestung Königstein (360 m; 246 m ü. d. Elbe), der Warte des Elbtales, der einzigen Feste Sachsens, deren strategische Bedeutung wohl nicht groß ist; sie bildet nur ein Sperrfort, das im Kriegsfalle die Elbtalbahn beherrscht, im übrigen aber umgangen würde. In unruhigen Zeiten diente die Festung als sicherer Aufbewahrungsort für staatliche Archive, Gelder u. andere Schätze von Bedeutung.
Geschichtliches.
Der Königstein, in alter Zeit nur "­der Stein" genannt, gehörte im Mittelalter zu Böhmen u. trug eine Befestigung. Wahrscheinlich ist auf dem Königstein 1241 die berühmte Urkunde ausgestellt worden, welche die Grenzen der bischöfl. u. der königl. Besitzungen in der Oberlausitz u. im Meißener Hochlande feststellte. Dieselbe ist datiert ­"­in lapide regis". Ende des 14. Jahrh. war der Königstein den Burggrafen von Dohna anvertraut; doch Burggraf Jeschke verursachte im J. 1400 durch gemeine Wegelagerei eine Fehde mit dem Markgrafen Wilhelm von Meißen, die seinen völligen Sturz herbeiführte. Der Markgraf belagerte u. eroberte erst die Burg Dohna u. brachte 1401 auch den Königstein durch Aushungern in seine Gewalt. 1516 baute Herzog Georg auf dem Stein ein Kloster, das aber bald wieder einging. Kurfürst August baute den tiefen Brunnen, sein Sohn Christian I. (gest. 1586) gestaltete den Platz zu einer Festung, die durch seine Nachfolger noch bedeutend verstärkt wurde. Weder im 30jähr. noch im 7jähr. Kriege hatte sie durch Belagerungen zu leiden, u. zwar war für die Zeit des letzteren eine besondere Übereinkunft zwischen den Parteien geschlossen. Der Königstein ist daher, mit Ausnahme einiger Jahre von 1866 an, in denen Preußen ein ihm gewährtes Mitbesatzungsrecht ausübte, immer in Sachs. Händen gewesen. Der Besuch der Festung wird seit 1905 wieder gestattet.
Eintritt 50 Pf., Kinder 25 Pf.;
Führungen 9-5, Sonnt. 11 bis 5 Uhr;
doch erstreckt sich die Führung nur auf den äußeren Rundgang der Festung; die Werke u. Kasematten werden nicht gezeigt.
Die Festung ist mit einem Wachkommando von 60 Mann Infanterie besetzt.
Weg zur Festung (3/4 St.): Vom Bahnhof die Straße r. hinab bis zur Biela; l. Stadt London. Hier r. über die Bielabrücke, am Kriegerdenkmale vorüber. Am Garteneingange zum Hotel Deutsches Haus 80 Schritte nach l., dann r. fort bis zum Julius Otto-Denkmal; jetzt l. weiter auf eine Art Platz mit alter Meilensäule. Nun die Pirnaische Straße fort, l. folgt das Amtsgericht. Straße ansteigend. Kurz hinter dem Amtsgerichte, am Hause No. 33, l. den Pflasterweg aufwärts. Nach 14 St. I. den Fußweg - Privatweg - ab, bei einem Außenwerke vorbei, in 20 Min. an das Festungstor. Wenn man die Vorwerke mit dem ältesten Bauwerke der Festung aus dem 14. Jahrh. passiert hat, kommt man in einen steil aufsteigenden langen Torgang, der wie ein Tunnel durch den Felsen gearbeitet worden ist. Hier ein altes Stampfwerk, das früher bestimmt war, die eingedrungenen Feinde zu zermalmen. Das Plateau des Felsens, das vollständig mit Mauern umgrenzt ist. wird zum großen Teile mit Bäumen bewachsen u. mit Gebäuden verschiedenster Art bebaut. Hier befinden sich nicht nur Kasernements älteren u. neuern Datums u. ein Arsenal, sondern auch eine Schule, eine protestantische u. eine katholische Kirche, verschiedene Pavillons u. schöne Schmuckplätze mit Denkmälern. Die katholische Kapelle hat historische Bedeutung dadurch erhalten, daß in ihr Böttger, der Alchimist, bei dem heißen Bemühen, Gold zu machen, ungewollt das Porzellan erfand. Wäre dieser Zufall nicht eingetreten, so wäre ihm wohl dasselbe Schicksal geworden wie dem Grafen Plettenberg, der große Summen verpraßte, die er vom Kurfürsten erhalten hatte, um lauteres Gold zu erfinden. Er wurde an einer heute noch gekennzeichneten Stelle auf dem Königstein enthauptet. Die protestantische Kirche birgt ein Kruzifix, das August der Starke selbst geschnitzt hat. Das Denkmal König Friedrich Augusts d. Gerechten ist mit schön verzierten alten Geschützrohren geschmückt. Weiter sind die Denkmäler der Könige Johann u. Albert zu sehen. Erinnerungen an das Königsteiner Faß, das größer war als das Faß zu Heidelberg, u. in welchem August der Starke einst mit 60 Personen bequem ein Gastmahl einnahm, birgt das Prinzenschlößchen (Friedrichsburg). Während die Dauben des Fasses zu Dachbedeckungen Verwendung gefunden haben, hat man die aus Holz geschnitzten mächtigen Verzierungen im Erdgeschoß des Schlößchens mit Sprüchen u. Abbildungen der Nachwelt aufbewahrt.
An dem Schlößchen befindet sich außerhalb der Ringmauer ein schmaler Vorsprung (sog. Pagenbett), auf dem einst ein Page Augusts d. Starken im Rausche sich niedergelegt hatte u. eingeschlafen war. Der Kurfürst ließ ihn heimlich anbinden u. durch Trompetenschall wecken.
Auch wird eine Kluft gezeigt, durch die 1871 drei gefangene Franzosen von der Festung entflohen, ebenso ein Felsen, an dem ein Schornsteinfeger emporstieg, um seinen Bruder zu sehen, bevor er in den Krieg zog.
An der Stelle, wo 1866 der letzte Schuß auf einen Feind - eine preußische Patrouille auf der sog. Ebenheit - vom Königstein aus abgefeuert wurde, steht ein schweres Geschütz von 1745.
Viel Interesse erweckt der 152 1/2 m tiefe, in den Felsen gebohrte Brunnen, der die Festung mit Trinkwasser versorgt. Die Tiefe des Brunnens wird durch Scheinwerfer gezeigt. Die Festung bietet von den verschiedensten Punkten herrliche Aussicht.
Ausflüge von Königstein:
1. Nach dem Lilienstein (1 St., sehr lohnend). In Nähe der Dampfschiffslandestelle mit Schraubendampfer (10 Pf., Rückfahrkarte 15 Pf.) über die Elbe nach dem zu Königstein und Umgebung gehörigen Stadtteil Halbestadt; am Elbufer nach r. u. der Fährwartehalle l. Fußweg (Ww.) ab, am Cafegarten vorüber; Steinstufen empor u. am Gasthof Lindengarten Zickzackweg aufwärts. Bei der Wegtlg. (Ww.) r. aufwärts l. führt der sog. alte Weg, empfehlenswert, über Ebenheit, wo sich am 15. Okt. 1756 die sächs. Armee an Friedr. d. Gr. ergeben mußte (Gasthaus Ebenheit von Karl Griebel, gen. der historische Karl; Z. 1-1 1/2 M., pro W. 5 Mark, gute Küche, hübsche Aussicht) auch nach dem Lilienstein; durch Wald, am Waldsaume dann fast eben dahin. Nach 1 1/4 St. ab letzte Wegtlg., teilt sich an der Bretterbude (Aufgang f. d. Lilienstein; Telephon) der Weg. Nun lassen sich 2 Wege nach dem Lilienstein einschlagen:
a) Der bequemere, 10 Min. längere Weg: In derselben Richtung weiter, bis ein Ww. l. aufwärts zeigt; Zickzackweg; 1900 erst angelegt, an der N.-Seite des Berges emporführend. Schöne Aussicht auf die Polenztalwände. Zuletzt auf Stufen empor. Am Stufenende 150 Schritte nach l.
b) Der steilere, aber kürzere Weg: An der Wegtlg. l. aufwärts, anfangs sandiger Weg, dann 280 Stufen empor, oben durch eine Tür zum Plateau des Liliensteins (419 m), ein gewaltiges Felsmassiv, dessen Breitseite von S. nach N. gerichtet ist, u. das den Königstein um 58 m überragt. Im Mittelalter stand auf ihm eine Burg, welche 1379 u. 1391 von dem böhmischen Könige Wenzel zugleich mit dem Königstein an Thimo v. Colditz verpfändet wurde. 1401 ging sie mit dem Königstein in den Besitz des Markgrafen Wilhelm von Meißen über. Im Jahre 1708 wurde der Felsen durch August den Starken besucht, der den heute noch im Gebrauch befindlichen Weg anlegen u. zum Andenken an seinen Besuch auf der ö. Spitze des Felsens eine Spitzsäule, den Obelisk, errichten ließ.
Neben der sehr guten Restauration (Inhaber Bergmann, Telephon, Amt Königstein 17; Nachtquartier für 30 Pers.) befindet sich ein 15 m hoher Aussichtsturm (10 Pf.), der die Aussicht zu einer vollen Rundsicht vereinigt. Nicht weit davon, auf dem mittleren Felsvorsprung, Königstein gegenüber, hat der Gebirgsverein 1889 beim 800jährigen Wettin-Jubiläum einen schönen, 16 m hohen Obelisk errichtet.
Im Gasthause sehenswerte japanische Sammlung. Die Aussicht vom Lilienstein ist eine der schönsten in der ganzen Sächs. Schweiz. Viel weiter als vom Winterberg aus (auch weiter als von der Bastei aus) beherrscht hier der Blick über die Elbe. Aussicht (vom Aussichtsturm): Zu den Füßen auf den Feldern des Plateaus zerstreut die Häuser von Ebenheit u. hinter diesen l. die Stadt Königstein, r. die Festung; über dem Hauptteil der Stadt den Quirl, hinter diesem am Horizont (wenig r. von der Stadtkirche) den Sattelberg bei Schönwalde. Näher zeigt sich l. über dem Quirl Hermsdorf u. l. davon Dorf Reichstein. L. vom Quirl der Pfaffenstein, vor ihm in einem Tale, nur wenig sichtbar, Pfaffendorf. L. davon begrenzt der hohe Schneeberg (mit Aussichtsturm) das Gesichtsfeld. Weiter l. liegt auf dem Plateau jenseits der Elbe Dorf Gorisch, dahinter (von r. nach l.) der Gorischstein, Papststein u. Kleinhennersdorfer Stein. Über dem Papststein tritt r. der Gr. u. l. der Kl. Zschirnstein hervor, hinter dem Kleinhennersdorfer Stein die Kuppelsberge bei Krippen. L. von diesen steigen auf dem Plateau bei Schöna der Zirkelstein u. die Kaiserkrone empor. Über dem Zirkelstein erhebt sich r. der stattliche Rosenberg; l. davon begrenzt den Horizont in der Ferne der Kaltenberg, hinter dem r. noch ferner zwei Spitzen aufragen, der kleine Ahrenberg (l.) u. der ferne Kleiß (r.). L. vor dem Kaltenberg erhebt sich der Gr., noch weiter l. der Kl. Winterberg; der Rücken zwischen beiden wird vom Tannenberg (r.) u. der Lausche (l.) überragt. Vor den Winterbergen zeigt sich noch l. der Falkenstein, r. neben diesem die Schrammsteine. R. von der Festung breitet sich gegen den Horizont eine Hochfläche mit zahlreichen Dörfern aus, im Hintergrunde begrenzt vom Erzgebirge. Aus diesem erhebt sich r. über dem letzten Hause von Ebenheit der Luchberg. Weiter r. sieht man über dem Eingang des Thürmsdorfer Tales den Wilisch bei Kreischa. Weiter r. erheben sich im Vordergrunde auf dem Plateau jenseits der Elbe die beiden Bärensteine, l. der Kleine, r. der Große, über diesem Dorf Wehlen auf dem r. Elbufer, u. dahinter r. der Borsberg, l. über zwei Bäumen (den Wehlener Linden) die Türme von Dresden. - Die Partien l. von Schandau sieht man am besten vom s. Obelisk aus. Da liegen an der Elbe hin Prossen, Wendischfähre u. Schandau, gegenüber die Bahnhöfe von Schandau u. Krippen, bei Wendischfähre die Elbbrücke u. der Eisenbahndamm, der l. ins Lachsbachtal führt. Hinter diesem auf dem Plateau Rathmannsdorf, dahinter r. Altendorf (diesseits) u. Ostrau (jenseits des Kirnitzschtals). Über Ostrau r. der Falkenstein u. der Kl. Winterberg, l. die Hohe Liebe. Über Rathmannsdorf zeigt sich der Hausberg (mit Kuhstall), l. davon am Horizont der Wolfsberg, vor diesem der Weifberg bei Hinterhennsdorf. Weiter l. über dem Sebnitztal begrenzt die Aussicht der Tanzplan; vor diesem der Hochbusch mit eisernem Aussichtsturm u. an seinem l. Abhänge den Buchberg, beide bei Sebnitz. Am Hange des Buchberges l. die Grenadierburg u. einige Häuser von Sebnitz. Der Buchberg wird überragt vom Bötzen bei Schluckenau, während r. vom Tanzplan der Plissen herüberschaut. Weiter l. schließt der Unger (Turm) bei Krumhermsdorf die Aussicht ab. vor denen der Gickelsberg bei Lohsdorf liegt. Vor diesem steigen die Wände des unteren Polenztales auf, überragt von den Dächern von Waitzdorf, r. vom Brand. Noch weiter l. zeigt sich am Horizont der Valtenberg (Turm) bei Neustadt. - Zu Füßen das Hochplateau von Waltersdorf mit den Dörfern Porschdorf (r.) u. Waltersdorf (l.) u. dicht unter dem Lilienstein r. Seltnitz. L. von Waltersdorf zeigt sich über den Polenztalfelsen das Schloß Hohnstein. Weiter l. blinkt die Elbe bei Rathen, über ihr r. das Stolpener Schloß, l. der Turm der Bastei, am Fuße beide Rathen, u. I. davon auf der Höhe Dorf Weißig, der Nonnenstein u. der Rauenstein.
8. Königstein und Umgebung.
Festung Königstein, im Elbsandsteingebirge, eine der größten europäischen Bergfestungen, auf dem Tafelberg Königstein oberhalb des Ortes Königstein am linken Elbufer im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge des Bundeslandes Sachsen gelegen. Das 9,5 Hektar große Felsplateau des Königsteins erhebt sich 240 Meter über die Elbe und zeigt mehr als 50 teils über 400 Jahre alte militärische und zivile Bautwerke. Der Wallgang um die Festung Königstein ist 1.800 Meter lang und hat bis zu 42 Meter hohe Mauern. Im Zentrum der Festung Königstein findet der Besucher den mit 152,5 Metern tiefsten sächsischen Brunnen (zweittiefster Brunnen Europas). Die Burg auf dem Königstein wurde 1233 in einer Urkunde von König Wenzel I. von Böhmen, in der als Zeuge der "Burggraf Gebhard vom Stein" erstmals schriftlich genannt. Die mittelalterliche Burg Königstein gehörte zum böhmischen Königreich. In der Oberlausitzer Grenzurkunde von 1241, die Wenzel I. "in lapide regis", lateinisch "auf dem Stein des Königs" siegelte, wurde Königstein schon mit vollständigem Namen bezeichnet. In dieser Urkunde wurde die Grenze zwischen den slawischen Gauen Milska / Oberlausitz, Nisani / Meißner Niederung und Dacena / Tetschner Gebiet reguliert. Der Königstein, war von den drei Gauen unabhängig, gehörte damals zum Königreich Böhmen und wurde im Auftrag der böhmischen Könige und wurde zu einem Vorposten der strategisch bedeutsamen , im benachbarten Müglitztal gelegenen Burg Dohna ausgebaut. Nachdem der König (später Kaiser Karl IV.) 1348 die Burg Eulau durch Bürger aus Aussig / Usti zerstören ließ, weilte er vom 5.8. bis 19.8.1359 auf dem Königstein und unterzeichnete Schifffahrtsprivilegien. Die Festung Königstein wurde in den folgenden 50 Jahren mehrfach verpfändet, auch an die Donins. Da die Familie Donin zu den Feinden des Markgrafen von Meißen gehörte, eroberte des Markgrafen von Meißen während der ab 1385 ausgetragenen Dohnaischen Fehde im Jahre 1408 die Burg auf Königstein. Am 25. April 1459 wurde im Vertrag von Eger endgültig die sächsisch-böhmische Grenze und damit der Übergang des Königsteins an die Markgrafschaft Meißen festgelegt. 1516 gründete Herzog Georg der Bärtige, ein Gegner der Reformation, auf dem Königstein ein Coelestiner-Kloster , das Kloster des Lobes der Wunder Mariae ging 1524 wieder ein. Nach dem Tod von Herzog Georg wurde Sachsen evangelisch. Schon im 12. Jahrhundert gab es eine steinerne Burg auf dem Königstein. Die an der Wende vom 12. zum 13. Jahrhundert errichtete Burgkapelle ist das älteste noch existente Bauwerk auf dem Königstein. Da die Besatzung des Königsteins nur Wasser aus Zisternen und auf Regenwasser hatte wurde von 1563 bis 1569 wurde innerhalb der Festung Königstein ein 152,5 Meter tiefe Brunnen abgeteuft. Beim Bau des Brunnens wurden täglich das abgeteuften Gestein und 8 Kubikmeter Wasser aus dem Brunnenschacht gefördert. 1589 und 1591/97 bauten Kurfürst Christian I. von Sachsen und sein Nachfolger die Festung Königstein zur stärksten Festungsanlage in Sachsen aus. Der Tafelberg wurde ringsum mit hohen Mauern geschlossen, das Torhaus, die Streichwehr, die Alte Kaserne, die Christiansburg / Friedrichsburg und das Alte Zeughaus wurden erbaut. In der zweite Bauetappe 1619 bis 1681 wurden die Johann-Georgenbastion vor der Johann-Georgenburg errichtet. In der dritte Bauetappe 1694 bis 1756 wurde die Alte Kaserne erweitert. 1722 bis 1725 bauten Böttcher und Küfer im Keller der Magdalenenburg für August den Starken das große Königsteiner Weinfass mit einem Fassungsvermögen von 249.838 Litern (Kosten: 8230 Taler 18 Groschen und 9 Pfennige). Das Fass wurde einmal vollständig mit Landwein aus der Meißner Pflege gefüllt, musste 1818 wegen Baufälligkeit aber wieder entfernt werden. Der 1631 errichtete Johannissaal wurde 1816 zum Neuen Zeughaus umgebaut. 1819 wurde die Magdalenenburg zu einem vor Beschuss gefestigten Proviantmagazin umgebaut. Das alte Proviantlager wurde zur Kaserne. 1854 bis 1855 wurde das Schatzhaus errichtet. 1871, nach Eingliederung der Festung Königstein in das Festungssystem des neuen Deutschen Reiches, wurden Batteriewälle von 1870 bis 1895 mit acht Geschützstellungen zur Rundumverteidigung der Festung im Falle eines Angriffes erbaut. Die sächsischen Herzöge und Kurfürsten nutzten die Festung Königstein in Kriegszeiten, als Jagd- und Lustschloss und als Staatsgefängnis. Vor dem Königstein fand im August 1813 das Gefecht bei Krietzschwitz, eine Vorentscheidung der Schlacht bei Kulm und der Völkerschlacht bei Leipzig statt. Durch die Entwicklung weitreichender Geschütze zum Ausgang des 19. Jahrhunderts ging die militärische Bedeutung der Festung Königstein immer mehr zurück. Letzter Kommandant der Festung Königstein war bis 1913 der Oberstleutnant Heinicke. Die Festung Königstein beherbergte in Kriegszeiten die sächsischen Staatsreserven und die geheimen Archivbestände. 1756 und 1813 wurden auch die Dresdner Kunstschätze auf dem Königstein eingelagert. Im Zweiten Weltkrieg wurden die ausgedehnten Kasematten der Festung für Teleder Dresdner Kunstschätze genutzt. Die Festung Königstein wurde nie erobert. Nur der Schornsteinfeger Sebastian Abratzky kletterte im Jahre 1848 die senkrechten Sandsteinmauern hoch. Der nach ihm benannten Abratzky-Kamin mit Schwierigkeitsgrad IV der sächsischen Schwierigkeitsskala kann noch heute erstiegen werden. Das übersteigen der Festungsmauer ist verboten, so das man unterhalb der abschließenden Mauer wieder abseilen muss. Seit Mai 1955 ist die Festung militärhistorisches Freilichtmuseum , nach der Wende als Außenstelle des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr in Dresden geführt.
In den Jahren 1967 bis 1970 wurde am Fuße des Zugangsweges ein für 42 Personen zugelassener Aufzug eingebaut. In den vergangenen zehn Jahren hatte die Festung jährlich immer über 500.000 Besucher und am 14. Oktober 2005 konnte der 25-Millionste begrüßt werden.

Quelle:
Griebens Reiseführer - Band 40
Das Sächsische und Böhmische Erzgebirge
mit Berücksichtigung des mittleren und östlichen Vogtlands.
Seite 5
Wikipedia, die freie Enzyklopädi
Informationsmaterial zur Festung Königstein

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die kürzeste der sieben bedeutenden deutschen Weinstraßen.

Schloss Pillnitz im Innern, nur in Abwesenheit der Königlichen Familie zugänglich.
Der Garten ist in Abwesenheit der Königlichen Familie dem freien Eintritt geöffnet, sonst Führung durch den Schlossportier. Wer die Gewächshäuser besichtigen will, bedarf der Erlaubnis des Hofgärtners und erhält einen Gärtnergehilfen als Führer.

Festung Koenigstein

Kontakt Pension:
Telefon: 0351 8802380 oder

Kontakt Gaststätte:
Telefon: 0351 880 23 86 oder
Handy: +49/152 29 85 98 01
E-Mail: Kontakt Schmiedeschänke

Öffnungszeiten:
Dienstag-Freitag
ab 17:00 Uhr
Samstag-Sonntag
11:00 Uhr - 14:00 Uhr
und ab 18:00 Uhr
Montag geschlossen

Pension Schmiedeschänke
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Standort Pension Schmiedeschänke
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