­Frau­enkirche Dresden

Ausflug zur Frauenkirche Dresden:

Von der Pension und Gaststätte Schmiedeschänke mit dem Bus, Linie 80 Richtung Klotzsche/ZMD bis zur 5. Haltestelle "Zur Neuen Brücke" fahren. Dort umsteigen in die Straßenbahn, Linie 7, Richtung Gorbitz. Entweder am Albertplatz (ca. 2 km Fußweg durch das historische Dresden) oder an der Synagoge, Hasenberg aussteigen (ca. 0,5 km vorbei am Brühlschen Garten).


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Der Monumentalbau der Frauenkirche am Dresdner Neumarkt ist eine evangelisch-lutherische Barock-Kirche mit steinerner Kuppel.
Der prachtvolle Sakralbau der Frauenkirche gehort zu den architektonisch reizvollsten Kirchen in Europa.
Der neben dem Straßburger Münster größte Sandsteinbau der Frauenkirche verfügt über die größte steinerne Kirchenkuppel nördlich der Alpen.
Die Dresdner Frauenkirche wurde von 1726 bis 1743 durch Georg Bähr erbaut.
Im Zweiten Weltkrieg wurde die Frauenkirche in der Nacht vom 13. zum 14. Februar 1945 durch dei Luftangriffe auf Dresden und die darauf folgenden Brände schwer beschädigt und stürzte am Morgen des 15. Februar ausgebrannt in sich zusammen.
In der DDR blieb die Ruine der Frauenkirche als Mahnmal an die Zerstörung von Dresden im 2. Weltkrieg erhalten.
Nach der Wende finanzierten Fördervereine und Spender aus aller Welt den Wiederaufbau der Frauenkirche von 1994 bis 2005.
Am 30. Oktober 2005 fand in der Frauenkirche der Weihegottesdienst und Festakt statt.
Aus dem Mahnmal gegen den Krieg wurde ein Symbol der Versöhnung.

Geschichte der Frauenkirche
Im 11. Jahrhundert wurde an der Stelle der heutigen Frauenkirche eine kleine romanische Kirche, die älteste Kirche Dresdens erbaut.
Die Kirche wurde der Jesusmutter Maria geweiht und "Zu unserer lieben Frauen" genannt.
Die Kirche "Zu unserer lieben Frauen" wurde im Mittelalter mehrmals umgebaut.
Während der Reformation ging die Kirche an die lutherische Gemeinde von Dresden über.
Anfang des 18. Jahrhunderts wurde das Kirchengebäude baufällig und war für die wachsende Anzahl von Gottesdienstbesuchern zu klein.
1722 beschloss der Rat der Stadt Dresden eine neue Kirche zu bauen und beauftragte den Architekten und Ratszimmermeister George Bähr mit der Planung.
Es dauerte vier Jahre, bis die Stadt Dresden im Juni 1726 den Entwurf von George Bähr genehmigte.
Der Grundstein für die Frauenkirche wurde 26. August 1726 gelegt.
1726 bis 1743 entstand der barocke Neubau der Frauenkirche für 288.570 Taler, 13 Groschen und 64,4 Pfennige.
Die Bürger von Dresden spendeten das Geld für den Bau der Frauenkirche.
Am 28. Februar 1734 wurde der Innenraum mit einer Festpredigt von Superintendent Valentin Ernst Löscher und Musik von Theodor Christlieb Reinhold geweiht. Die Außenkuppel sollte nach Bährs ursprünglichen Plänen aus Holz bestehen und mit Kupfer verkleidet werden. George Bähr schlug statt der kostspieligen Variante eine Steinkuppel vor, von der er sich eine großartige Wirkung versprach.
Mit Unterstützung August des Starken der von Venedigs Kuppelkirche Santa Maria della Salute an der Einmündung des Canale Grande in die Adria schwärmte wurde der Bau der Steinkuppel 1733 vertraglich mit George Bähr vereinbart.

Da schon während des Baues Risse in der Kuppel auftraten konnte erst 1741 mit dem Bau der Laterne begonnen werden.
Fünf Jahre nach dem Tod George Bähr, am 27. Mai 1743, vollendete der Aufsatz eines Kuppelkreuzes den Bau der Frauenkirche.
Löscher hatte das Kreuz gegen den Plan George Bährs, der einen Obelisken/Pyramide als Krönung vorgesehen hatte, und die Forderung Brühls, mit einem A-förmigen Obelisken für die Herrschaft August des Starken, durchgesetzt.

Der Zentralbau von Bähr trägt die ganz aus Sandstein gefertigte Kuppel. Die Dresdner Kuppel faszinierte durch die an eine Glocke erinnernte konkave Form im unteren Teil.
Die glockenförmige Kuppel ist einzigartig auf der Welt und brachte dem Gebäude den Namen „die Steinerne Glocke“ ein. Die Kuppel ruht auf acht Pfeilern im Innenraum, die zu den Diagonalen etwas enger stehen als zu den Hauptachsen und so eine Kreuzform andeuteten.

Die Außenmauern der Frauenkirche bilden einen quadratischen Grundriss, der vom halbrunden Chor durchbrochen wird.
Die Treppentürme in den Ecken der Frauenkirche dienen als Widerlager für die Kuppel und führen zu Emporen zwischen den Pfeilern. Vor dem Chor liegt eine doppelte geschwungene Freitreppe mit Lesepult in der Mitte, dahinter ein monumentaler Barockaltar, der vom Orgelprospekt gekrönt wird. Die Kanzel wurde nachträglich wegen akustischer Probleme am linken Pfeiler über der Freitreppe aufgestellt. Die Bänke im Kuppelraum sind konzentrisch auf einen Punkt zwischen Lesepult und Altar ausgerichtet. Die Bänke zwischen und hinter den Pfeilern sind auf die Raummitte gerichtet. Das betonte den schon vom Architekten angelegten doppelten Schwerpunkt von Raumzentrum und Chor. Die Proportionen der hohen Pfeiler und die hohen, schmalen Fenster erinnerten an gotische Kathedralen.

Die Frauenkirche hatte eine Gesamthöhe von 91,23 Meter ist 41,96 Meter breit und 50,02 Meter lang. Die Kuppel beginnt in 40 m Höhe und in 62 Metern Höhe öffnete sich die Laterne, der Kuppelaufsatz.
Die Steinkuppel aus sächsischem Sandstein hat unten einen Außendurchmesser von 26,15 Metern, oben von circa 10 Metern und wiegt etwa 12.000 Tonnen.

Frauenkirche Dresden 


Frauenkirche Dresden
- Meyers Konversationslexikon
Seite 0144 Dresden (Vorstädte; Bevölkerung, Industrie und Handel)
In der östlichen Hälfte der Altstadt sind noch das Zeughaus (1559-63 erbaut, 1742-47 restauriert, 1885 umgebaut und zur Aufnahme des Hauptstaatsarchivs wie auch von Sammlungen bestimmt) und der Neumarkt mit dem Bronzedenkmal des Königs Friedrich August II. von Hähnel und der imposanten Frauenkirche zu bemerken, vor welcher das 31. Okt. 1885 enthüllte Denkmal Martin Luthers steht. Letztere, in jetziger Gestalt an die Peterskirche in Rom erinnernd, wurde seit 1726 vom Ratszimmermeister Georg Bähr aus Sandsteinquadern erbaut und 1745 vollendet; sie trägt eine mächtige Kuppel, ebenfalls aus Stein, die durch eine Laterne geschlossen wird und 1760 während der Belagerung durch Friedrich dem Großen den schwersten Bomben widerstand. Die Höhe dieser Kirche beträgt 99,6 m; berühmt ist ihre Orgel von 2602 Pfeifen, ein Werk Silbermanns. Kirchen zählt Dresden außer den Kapellen im königlichen Schloß und im königlichen Palais überhaupt 15: 9 evangelische, 2 römisch-katholische, eine russische (seit 1874), im russischen Stil mit zahlreichen Kuppeln (am Ende der Reichsstraße), eine reformierte, eine englische und eine amerikanische (Methodisten-) Kirche. In der Nähe der Frauenkirche, am Neumarkt und Judenhof, befindet sich das Museum Johanneum. Dasselbe ist im Ausgang des 16. Jahrhunderts unter Kurfürst Christian I. als Stallgebäude erbaut und beherbergte später die königliche Gemäldesammlung. Jetzt befinden sich hier nach einem 1872 vollzogenen Umbau des Gebäudes das historische Museum (räumlich verbunden mit der Gewehrgalerie), eine sehr reichhaltige Sammlung von Rüstungen, Waffen und häuslichen Gerätschaften, größtenteils Meisterwerken der Kunstindustrie der deutschen und italienischen Renaissance, sowie die sehr wertvolle Porzellan- und Gefäßsammlung, die gegen 10,000 Stück enthält, darunter namentlich sächsische Porzellane vom Beginn der Industrie an sowie chinesische und japanische Arbeiten.

Quellenangaben:
Wikipedia die freie Enzyklopädie
Frauenkirche Dresden - Meyers Konversationslexikon
Seite 0144 Dresden (Vorstädte; Bevölkerung, Industrie und Handel)
Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892

Der geneigte Leser möge entschuldigen, dass wir nicht erwähnen, welche Orte, Ortsnamen und Sehenswürdigkeiten im Verlaufe der vergangenen mehr als 100 Jahre, durch den 1. und 2. Weltkrieg, viele Jahre entwickelte Sozialistische Gesellschaft und mehrerer Rechtschreibreformen verloren gingen oder geändert wurden.

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